Es wurden verschiedene Modelle entwickelt, die den Ablauf der Sättigung und die Bedeutung der verschiedenen Faktoren auf das Essverhalten darstellen.
Sattheitskaskade Der Sättigungsvorgang kann durch die sogenannte Sattheitskaskade erklärt werden. Um den verzögernden sättigenden Effekt von aufgenommener Nahrung beim Hungerstillen zu erläutern, wird die Sättigung in vier aufeinander folgende Phasen unterteilt.
Sensorische Effekte durch die lustvolle Wirkung von Geruch, Geschmack, Temperatur und Konsistenz der Nahrung. Eine positive Ausprägung verschiedener sensorischer Qualitäten kann zu einer höheren Nahrungsaufnahme führen
Kognitiver Überdruss durch die Bewertung der Nahrung als Sattmacher und die Erwartung des sattmachenden Effektes der Speisen
Sattheit nach dem Verzehr von Nahrung durch Völlegefühl und Magendruck
Empfindung nach Verdauung, d.h. Stoffwechselhaushalt und Blutsystem signalisieren “Sattheit”, und das entsprechende Hirnzentrum reagiert
Dreikomponenten- modell Das von Pudel und Westenhöfer entwickelte Dreikomponentenmodell umschreibt die Bedeutung von inneren und äußeren Reizen sowie der kognitiven Bewertung bei der Essregulation.
Die Bedeutung innerer Signale (z.B. Hunger) ist im Säuglingsalter sehr einflussreich, dann entwickelt sich die Bedeutung der äußeren Bedingungen (Nahrungsangebot und Umgebung) und mit zunehmendem Lebensalter wachsen die kognitiven Einstellungen, die das Essverhalten bestimmen.




